Husten - Ursachen und Lösungen auf einen Blick Teil 2

Fütterung


Diese ist unmittelbar verantwortlich für die Darmgesundheit und damit auch für das Immunsystem. Wollen wir unseren Ferkeln einen guten Start in ihr Leben ermöglichen, können wir davon ausgehen, dass wir im weiteren Mastleben viel Potenzial ausschöpfen können. Gekoppelt ist diese Entwicklung an die Fütterung der Sau, wobei die Wasseraufnahme hier in keinem Fall zu vernachlässigen ist. Denn beide Faktoren bestimmen die Menge und die Zusammensetzung der Sauenmilch. Leistungsmäßig ist die Versorgung der Sau mit der einer Hochleistungskuh zu vergleichen, die vor allem in der Transitphase, also jeweils drei Wochen vor und drei Wochen nach der Geburt, optimal versorgt werden muss. Nach der erfolgreichen Säugezeit steht nun der erste Stallwechsel an, der sich durch das Zufüttern vom Ferkelstarterfutter (ab dem 5. Tag zufüttern) viel einfacher gestaltet. Dieser ergänzt nicht nur optimal die Sauenmilch, sondern sorgt für eine sehr gute Entwicklung der Darmflora und erleichtert damit den Ferkeln den anschließenden Stallwechsel ins Flatdeck. Einen Leistungsknick, der durch eine sinkende Futteraufnahme bedingt wäre, weil die Darmbakterien schon früh genug entwickelt sind, wird es nicht mehr geben. Wie auch immer der Stallwechsel verläuft, regelmäßiges Fiebermessen und das Beobachten der Ferkel, darf nicht fehlen.


Ist das Immunsystem durch die niedrige Futteraufnahme erst einmal geschwächt, lässt eine Virusinfektion nicht lange auf sich warten. Der Stoffwechsel fährt herunter, die Körpertemperatur sinkt und die Ferkel sind schnell in einer Haufenlage zu sehen. Hier muss umgehend die Stalltemperatur angepasst werden.


In den weiteren Mastabschnitten sind die Rationen hinsichtlich des Rohproteingehaltes mit großer Sorgfalt zu gestalten. Zum einen darf der Proteingehalt nicht über dem Proteinbedarf liegen, zum anderen muss das Protein-/Energie-Verhältnis stimmen. Ein jeweiliger Überschuss führt zum Mangel des anderen Wertes. Im Falle eines Proteinüberschusses kombiniert mit einem Energiemangel, kann der überschüssige Stickstoff nur über die Leber entgiftet und die Niere ausgeschieden werden und gelangt somit in die Gülle. Am Ende des Tages ist nicht nur das Immunsystem unnötig überlastet, sondern auch die Atemwege.

 
 
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